Olympiaqualifikationen


Bundeswehrteilnehmer


1. Wettkampftag

Deutschland holt sich in Istanbul am ersten Wettkampftag zwei weitere Olympiaqualifikationen.

Am ersten Wettkampftag ist die ca. 2.500 Zuschauer fassende Ahmet-Cömert-Sporthalle in Istanbul bis auf den letzten Platz gefüllt. Da sich aus der Türkei noch kein Teilnehmer für die Olympischen Spiele in Peking qualifiziert hat, ist in der Sporthalle immer dann kein Gespräch mehr mit dem Sitznachbarn möglich, wenn ein türkischer Kämpfer auf der Fläche steht.

Aus deutscher Sicht geht es heute in den Damenklassen bis 67 kg und bis 49 kg um ein Ticket nach Peking.

Damenklasse bis 67 kg (Pinar Budak)
Im ersten Kampf kann sich Pinar gegen Christina Borglum aus Dänemark mit 1 zu 0 Punkten durchsetzen. Im nächsten Kampf (Viertelfinale) muss sie gegen Joyce van Baaren aus Holland antreten.

Damenklasse bis 49 kg (Sümeyye Gülec)
Was viele gehofft, aber nur wenige geglaubt haben, ist jetzt tatsächlich eingetreten. Sümeyye gewinnt ihren ersten Kampf gegen die dreifache Weltmeisterin (ein Mal davon in der Jugend) Birgit Yague aus Spanien. Nach einer Runde lag die Nürnber-gerin mit 1 zu 0 in Führung, musste dann aber in der zweiten Runde den Ausgleich hinnehmen und nach einen 1-zu-1-Unentschieden in die vierte Runde gehen. Dort behielt Sümeyye die Nerven und konnte den entscheidenden Siegtreffer anbringen.
Bundestrainer Markus Kohlöffel: "Das war eine ganz große Hürde auf dem Weg zur Qualifikation. Aber wir müssen weiter ganz konzentriert bleiben, denn die nächste Gegnerin, Hanna Zajc, darf man auf keinen Fall unterschätzen."

Damenklasse bis 67 kg (Pinar Budak)
Pinar Budak hat auf dem Weg zur Qualifikation für Peking einen weiteren ganz wich-tigen Sieg errungen, und zwar gegen Joyce van Baaren, die German-Open-Siegerin 2006 und Drittplatzierte bei der Universiade 2007. Die nächste Gegnerin ist Elisavet Mystakidou, die Olympia-Zweite 2004 aus Griechenland.

Damenklasse bis 49 kg (Sümeyye Gülec)
Was viele gehofft, aber nur wenige geglaubt haben, ist jetzt tatsächlich eingetreten. Sümeyye gewinnt ihren ersten Kampf gegen die dreifache Weltmeisterin (ein Mal davon in der Jugend) Birgit Yague aus Spanien. Nach einer Runde lag die Nürnber-gerin mit 1 zu 0 in Führung, musste dann aber in der zweiten Runde den Ausgleich hinnehmen und nach einen 1-zu-1-Unentschieden in die vierte Runde gehen. Dort behielt Sümeyye die Nerven und konnte den entscheidenden Siegtreffer anbringen.
Bundestrainer Markus Kohlöffel: "Das war eine ganz große Hürde auf dem Weg zur Qualifikation. Aber wir müssen weiter ganz konzentriert bleiben, denn die nächste Gegnerin, Hanna Zajc, darf man auf keinen Fall unterschätzen."

Damenklasse bis 67 kg (Pinar Budak)
Für Pinar Budak lief es in der ersten Runde gegen die Griechin optimal. Sie ging mit einem Punkt Vorsprung in die Pause. Nach einem Kopftreffer, den Pinar einstecken musste, lag die einen halben Kopf größere Griechin einem Punkt vorne. Pinar gab aber nicht auf; nach drei Runden schaffte sie den Ausgleich. In der alles entschei-denden Runde sahen die Kampfrichter bei einem Schlagabtausch die Griechin vorne und gaben ihr den Punkt.

Beim nächsten Kampf um den dritten Platz muss Pinar Budak gegen die Russin Eka-terina Zenkina antreten. Die Russin hat zwar noch keine Titel aufzuweisen, setzt sich hier in Istanbul aber erstaunlich gut in Szene.

Damenklasse bis 49 kg (Sümeyye Gülec)
Das Halbfinale hat Sümeyye denkbar knapp gegen die routinierte Schwedin verloren. In der zweiten Runde lag die Schwedin zwar einen Punkt in Führung, nach zwei Verwarnungen lagen beide Kämpferinnen nach Punkten wieder gleichauf. Kurz vor dem Ende der letzten Runde bekamen beide eine Verwarnung; da es für die Nürn-bergerin die zweite war, lag sie mit einem Minuspunkt zurück. Den Rückstand konnte sie bis zum Ende des Kampfes leider nicht mehr aufholen.

Nachdem der dritte Platz ausgekämpft wird, muss Sümeyye in diesem Halbfinale ihre Chance gegen Louise Mair aus Großbritannien wahren.

Für Taekwondo-Deutschland gibt es heute zwei Gründe mehr zum Feiern.
Sowohl Pinar Budak als auch Sümeyye Gülec haben ihre Halbfinale gewonnen. Das bedeutet, das Deutschland drei Teilnehmer nach Peking zur Olympischen Spiele schicken darf.

Damenklasse bis 67 kg (Pinar Budak)

Zunächst war Pinar dran. Drei Runden lang hatte sie auf der Kampffläche das Heft in der Hand und gewann in der Damenklasse bis 67 kg am Ende relativ deutlich mit 3 zu 0 Punkten gegen Ekaterina Zenkina aus Russland.

Damenklasse bis 49 kg (Sümeyye Gülec)
Bei Sümeyye Gülec fiel das Ergebnis nicht ganz so deutlich aus, aber auch sie domi-nierte das Geschehen auf der Kampffläche über alle drei Runden. Am Ende unterlag Louise Mair mit 2 zu 1 Punkten.

Für Bundestrainer Markus Kohlöffel ging heute ein Traum in Erfüllung. "Für einen Bundestrainer sind die Olympischen Spiele das höchste Ziel, das man sich setzen kann. Dass heute gleich zwei Sportlerinnen aus meinem Kader nach Peking dürfen, macht mich natürlich überglücklich und stolz!"

Alle Ergebnisse auf einem Blick

Damen bis 49 kg
1. Hanna Zajc (Schweden)
2. Manuela Bezzola (Schweiz)
3. Sümeyye Güle (Deutschland)

Damen bis 67 kg
1. Sibel Güler (Türkei)
2. Elisavet Mystakidou (Griechenland)
3. Pinar Budak (Deutschland)

Herren bis 58 kg
1. Miguel Moreira (Portugal)
2. Tyrone Robinson (Großbritannien)
3. Juan Antonio Ramos (Spanien)

Herren bis 80 kg
1. Bahri Tanrikulu (Türkei)
2. Rashad Ahmadov (Aserbeidschan)
3. Aaron Cook (Großbritannien)

 

2. Wettkampftag

Unglaublich!!! Daniel Manz kann sich im Halbfinale gegen den Holländer Dennis Bekkers durchsetzen. Deutschland schickt vier (!!!!) Wettkämpfer nach Peking.Heute, am zweiten Wettkampftag, geht es für Daniel Manz um die Qualifikation für Peking. In der mit 24 Teilnehmern am stärksten besetzten Gewichtsklasse bis 68 kg hat Daniel zunächst ein Freilos und muss dann gegen Juho Kostiainen aus Finnland oder Aleksejs Bliznakovs aus Lettland antreten.

Bundestrainer Waldemar Helm: "Bei Daniel kommt es jetzt vor allem darauf an, dass er die Nerven behält. Da seine Auslosung auf den ersten Blick nicht schlecht aussieht, steht er jetzt unter einem enormen Erwartungsdruck. In Istanbul hat sich aber wieder einmal gezeigt, dass es hier keine einfachen Kämpfe gibt. Deshalb werden wir keinen Gegner unterschätzen und hoch konzentriert auf die Kampffläche gehen."

Bei seinem ersten Kampf präsentierte sich Daniel Manz in wirklich beeindruckender Form. Drei Runden lang hatte er auf der Kampffläche das Heft in der Hand. Nach der ersten Runde lag er mit 1 zu 0 in Führung und baute diesen Vorsprung bis zum Schlussgong auf 4 zu 0 Punkte aus. Zum Jubeln ist es für Bundestrainer Waldemar Helm aber noch zu früh. "So weit sind wir noch lange nicht. Wir schauen immer auf den nächsten Gegner. Und der Serbe Bojan Bijelic hat bei seinem ersten Kampf gezeigt, dass man ihn wirklich nicht unterschätzen darf."

Auch im Viertelfinale ließ Daniel seinem Gegner aus Serbien keine großen Möglichkeiten, um sich auf der Kampffläche zu entfalten. Gleich nach der ersten Runde ging er mit einem Zwei-Punkte-Polster in die Pause. In der zweiten Runde nahm Daniel einen Gang zurück, blieb aber hochkonzentriert. Auch in der letzten Runde kontrollierte Daniel den Kampf und gewann ihn verdient mit 3 zu 1 Punkten. Trotz der Freude über den Sieg hat Bundestrainer Helm bereits den nächsten Kampf im Blick. "Im Halbfinale muss Daniel gegen Dennis Bekkers aus Holland antreten, der ein Weltklassekämpfer ist."

Das Halbfinale gegen Dennis Bekkers aus Holland war nichts für schwache Nerven. Beide belauerten sich, keiner wollte dem anderen eine Chance zum kontern geben. Deshalb ging die erste Runde auch 0 zu 0 aus; am Ende der zweiten Runde wurden beide zwei Mal verwarnt und gingen mit einem Minus-Null in die Runde drei. Dort konnte Daniel nach Minute den alles entscheidenden Punkt anbringen. Obwohl der Holländer alles versuchte, konnte Daniel seinen Vorsprung bis zum Schluss verteidigen - und holte sich damit als vierter Deutscher das Ticket für Peking.

Die Freude im deutschen Team kennt momentan keine Grenzen. Vor allem die beiden Bundestrainer sind vom Ausgang der Reise nach Istanbul unglaublich begeistert. "So einem halben Jahr hätten wir uns so einen Erfolg nicht so richtig vorstellen. Dass gleich alle aus dem Olympia-Team nach Peking fahren, könnn wir jetzt noch nicht richtig fassen!"

Im Finale musste Daniel dann gegen den Nürnberger Servet Tazegül antreten, der sich für die Türkei das Olympiaticket holen konnte. Nachdem sich beide in der Vergangenheit schon mehrmals auf der Kampffläche gegenüber standen, waren noch einige alte Rechnungen offen. Für Bundestrainer Waldemar Helm kam eine Aufgabe überhaupt nicht in Frage. „So etwas stand für uns nie zur Diskussion. Für Daniel war dieses Finale eine optimale Gelegenheit, sein Können in der Höhle des Löwen unter Beweis zu stellen.“

Was die Zuschauer dann geboten bekamen, war wirklich beeindruckend. In der Sporthalle hielt es niemand mehr auf dem Sitzplatz. Mit Recht, denn beide Kämpfer griffen ganz tief in ihre Trickkiste. Drei Runden lang schenkten sich beide nichts und zeigten dem Publikum den mit Abstand schönsten und aktionsreichsten Kampf des ganzen Turniers. Bundestrainer Waldemar Helm: „Daniel verlor zwar mit 2 zu 4 Punkten, allerdings spiegelte dieses Ergebnis nicht wirklich den Kampfverlauf wieder. Der Heimvorteil für die Türken war deutlich spürbar. Unter neutralen Bedingungen hätte das Ergebnis auch anders herum ausgehen können.“



Alle Ergebnisse auf einem Blick

Damen bis 57 kg
1. Martina Zubcic (Kroatien)
2. Azize Tanrikulu (Türkei)
3. Bat El Getterer (Israel)

Damen über 67 kg
1. Rosana Simon Alamo (Spanien)
2. Karolina Kedzierska (Schweden)
3. Nina Solheim (Norwegen)

Herren bis 68 kg
1. Servet Tazegül (Türkei)
2. Daniel Manz (Deutschland)
3. Dennis Bekkers (Holland)

Herren über 80 kg
1. Jon Garcia Aguado (Spanien)
2. Leonardo Basile (Italien)
3. Nikolaidis Alexandros (Griechenland)