Linder & Rief neue Poom Träger

Taekwondo Dan Prüfung
Anita Rief und Sebastian Linder sind neue Poomträger
Marktoberdorf (and). Beide Teilnehmer von der Gemeinschaft Allgäu waren unter 15 Jahre alt und traten aufgrund ihres Alters zur Prüfung der Bayerischen Taekwondo Union zum 1. Poom (Schwarzgurt für Jungendliche) in Kaufbeuren an. Das war in der Vereinsgeschichte der Allgäuer bisher noch ungewohnt. Erst vor Kurzem bestanden die ersten drei Jugendlichen des Vereins diese Prüfung. Nun versuchten es Anita Rief (Stötten), die auch schon als Wettkämpferin im Einsatz war, und Sebastian Linder (Marktoberdorf), der sich auf die Prüfungsinhalte spezialisiert hat, die schweren Tests anzugehen. In dieser Altersklasse werden die Dan-Träger noch als Poomträger bezeichnet. Ab 15 Jahre wird dann, nach Vorlage bestimmter weiterer Lizenzen, der Dan anerkannt. Anita und Sebastian haben sich nach der Vorgabe der Vereinsführung über ein Jahr speziell mit sehr viel Spezialtraining, dem Besuch von vielen Lehrgängen und der Unterstützung von Nachbarvereinen intensiv vorbereitet. So konnten sie beruhigt, aber trotzdem nervös mit ihren Betreuern Stephan Kiderle (Marktoberdorf) und Oliver Knecht (Kaufbeuren) zu der Prüfung nach Kaufbeuren fahren. Als Ausrichter fungierte das Taekwondo Team Buron Kaufbeuren. Weitere Vereinsmitglieder der Taekwondo Gemeinschaft Allgäu, die selbst bald zur Dan-Prüfung anstehen, haben beim Halten der Bruchtests und beim Aufwärmen mitgewirkt. Unter den Augen der strengen Prüfer wurden die anwesenden Teilnehmer bewertet. Nachdem der Formenbereich bei Beiden sehr konzentriert angegangen wurde, war die Nervosität etwas überwunden. Beide sammelten hier die ersten nötigen Punkte. In den weiteren Bereichen, dem Ein-Schritt-Kampf, der Selbstverteidigung und Vollkontaktkampf konnten wieder beide Teilnehmer überzeugen und weitere Punkte sammeln. Mit Spannung wurde der letzte Bereich, die Bruchtests erwartet, da sich dort das Endergebnis maßgeblich entscheidet. Da Anita, die sich dabei etwas verletzte, und Sebastian ihren Bruchtest bestanden, konnten sie dadurch ihr positives Ergebnis ausbauen. Als zum Prüfungsende beide Jugendlichen bestanden haben, war die Freude groß. Ab dem Schwarzgurt werden die Sportler in Taekwondo - Kreisen „Meister“ genannt. Einige auserwählte Schwarzgurte der World Taekwondo Federation haben in den 60-igern Jahren den Taekwondo Sport, der in Korea entwickelt wurde und inzwischen als olympische Disziplin anerkannt ist, weltweit verbreitet. Nun gibt es viele Schwarzgurte in Deutschland, die in über 1000 Vereinen in der Deutschen Taekwondo Union ( DTU ) organisiert sind. Das Allgäu zählt seit vielen Jahren als Hochburg der DTU und hat inzwischen zahlreiche Erfolge und Schwarzgurte vorzuweisen. Weitere Infos unter www.taekwondo-allgaeu.de




